Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber Knollensellerie führt bei mir doch ein ziemliches Schattendasein. Als Suppen- oder Saucengrundlage und ab und an unter ein Kartoffelpüree gemischt – mehr Einsätze gab es für die arme Knolle bei mir bisher nicht.
Und wer mich kennt weiß: Herausforderung angenommen 🙂 Auf der Jagd nach tollen Ideen habe ich das Internet und meine Kochbücher voller Euphorie durchforstet und gab voller Enttäuschung relativ rasch wieder auf. Irgendwie war nichts dabei, was mich begeistert hätte. Frittierter Knollensellerie, Selleriesuppe und Sellerieschnitzel waren nicht das, was ich mir erhofft hatte.
Somit blieb mir keine andere Wahl als meine lieben kleine grauen Zellen zu beanspruchen. Und ich sage euch, das war kein einfaches Unterfangen 😉 Was passt zu Knollensellerie? Was kann man damit anstellen? Wie kommt er gut zur Geltung?
Begonnen habe ich mit Linsen und Knollensellerie, dazu ein bisschen Kräuter, Chili und Zwiebel – der Knaller kam dabei aber leider nicht raus. Beim dritten Versuch dann – diesmal mit ein paar gehackten Walnüssen, Frühlingszwiebeln und Zitrone – wurde das Essen auf den nächsten Tag verschoben. Und siehe da – es war ein richtig schmackhafter Salat entstanden.
Dieses Duo aus Linsen und Knollensellerie ist mittlerweile ein absoluter Alleskönner für uns. Einfach vorbereitet findet es als Snack für Zwischendurch, als Hauptspeise mit einem Stück Brot oder als Beilage zu Fisch, Fleisch und Co. seinen Einsatz.
Austerntipp: Greift ruhig auch mal auf Thymian statt Salbei zurück. Und anstatt Frühlingszwiebel machen sich Schalotten oder eine rote Zwiebel auch wunderbar – die würde ich aber vorher ein bisschen andünsten, damit sie ihre Schärfe verliert.


