Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, als ich Wolfis süßes Tomatenkraut zum ersten Mal gegessen habe. Es war bei seinem berühmt, berüchtigten Weihnachtswürstelessen. Und nachdem ich es bei ihm kennen und vor allem lieben gelernt habe, trägt dieses Rezept auch seinen Namen 🙂 Danke nochmal Wolfi ❤
Zugegeben, ich war ein bisschen panisch, als ich erfahren habe, was bei diesem Weihnachtswürstelessen traditionell serviert wird. Ich mag nämlich weder Selchwürste, noch Sauerkraut. Was um alles in der Welt ein süßes Tomatenkraut sein sollte, war mir ein vollkommenes Rätsel. In meinem Kopf war es einfach ein Sauerkraut, welches ein bisschen süßer abgeschmeckt wird.
Aber da es meine erste Einladung war, musste ich aus Anstand zumindest eine Wurst und eine Portion süßes Tomatenkraut probieren – soviel war mal klar. Trotzdem kam ich nicht umhin, vorab zu Hause noch etwas zu essen. Zu groß war meine Befürchtung, mich auf Grund meines knurrenden Magens zu blamieren.
Mit Miniportion und argwöhnischem Blick war dann der Moment des Probierens gekommen. Und ich sage euch – es war Liebe auf den ersten Bissen 🙂 Schnell die zweite Portion abgeholt und dann noch eine dritte gesichert. Das Ende vom Lied war, dass ich völlig vollgestopft um das Rezept gebettelt habe.
Wolfis süßes Tomatenkraut hat überhaupt nichts mit einem Sauerkraut zu tun. Bis auf den Krautkopf natürlich. Es schmeckt süßlich, karamellig, ein bisschen tomatig und dennoch frisch. Für mich braucht es auch kein Fleisch dazu. Mit einem großen Teller voller süßem Tomatenkraut kann man mich restlos glücklich machen 🙂
Austerntipp: Ich gebe gerne eine Prise Chili in das süße Tomatenkraut. Dadurch intensiviert sich der Geschmack und es wird noch gieriger. Und wer es orientalisch angehaucht möchte, gibt noch ein wenig Cumin hinzu.


